Ronja Räubertochter

 

Nach Astrid Lindgren

Eine Produktion vom Hans Otto Theater  Potsdam

PREMIERE 9. November 2018

REGIE: Milena Paulovics

AUSSTATTUNG: PASCALE ARNDTZ

Fotos von Pascale Arndtz

Märkische Allgemeine Zeitung vom 9. November 2018

Märchengrusel mit „Ronja Räubertochter“

von Karim Saab

"...Wie im Fluge vergehen obendrein die Jahreszeiten in dieser einstündigen Aufführung. Plötzlich sehen sich die Zuschauer mit den Figuren in den Frühling oder Herbst versetzt. Die Kälte des Winters, das Aufleben im Frühling oder eben der Duft des Herbstes sind zum Greifen nah.

Ausstatterin Pascale Arndtz bezirzt mit hyperrealistischen Bildern. Überwältigende Großaufnahmen nehmen das ganze Bühnenprospekt ein. Die Fotos zeigen idyllische Waldeinsamkeiten oder Videoprojektionen mit dahin ziehenden Wolkenformationen. Im Vordergrund haben die Theaterwerkstätten ein Meisterwerk vollbracht. Auf der Bühne dreht sich ein bizarrer, romantischer Felsen, der alles andere als künstlich wirkt und der den heftigsten Sprüngen standhält. In der Mitte wird er von einem drei Meter hohen Spalt durchzogen, der durchaus als gefährliche Schlucht wahr-genommen wird.

In der Nacht, als Ronja zur Welt kam, tobte ein Unwetter, und aus dem einen Gipfel wurden zwei. Dumm nur, dass sich auf der Gegenseite die Borka-Bande ansiedelte. Ronjas Vater, der Räuberhauptmann Mattis, möchte die Konkurrenten mit aller Gewalt vertreiben... Ort der Handlung ist also ein Versteck im tiefen Wald. Jungen Städtern im 21. Jahrhundert flößt der Ort nicht weniger Furcht ein als Räuberkindern im Mittelalter. Gemeinsam mit Ronja erleben sie Rumpelwichte, Graugnome und Wilddruden, die Milena Paulovics mit viel Sinn für das Unheimliche und Komische in Szene setzt..."

 

Potsdamer Neueste Nachrichten vom 9. November 2018

"Ronja Räubertochter" am Hans Otto Theater Potsdam: Ein Schrei, der verhallt

von Sarah Kugler

Die Inszenierung von Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" am Hans Otto Theater überzeugt mit gutgelaunten Darstellern und einem fantastischen Bühnenbild.

... die Inszenierung (ist) optisch wunderschön in der Bühne von Pascale Arndtz umgesetzt... Ein in Ronjas Geburtsnacht gespaltener Felsen - der Höllenschlund - steht symbolisch für die Räuberburg und verschiedene Felsen im Wald. Durch die Drehbühne wird er je nach Szene leicht variiert. Viel mehr braucht es nicht, da die verschiedenen Jahres- und Tageszeiten in stimmungsvollen, märchenhaften Bildern auf die Bühnenrückwand projiziert werden. Hier und da fallen ein paar Herbstblätter oder Schneeflocken vom Himmel., ein großer Lachs springt den Kindern in die Arme.

Auch Kostüm und Maske der märchenhaften Waldbewohner (ebenfalls Pascale Arndtz) sind liebevoll gestaltet. Besonders die drolligen Rumpelwichte oder die gruselige Drudenfrau – beeindruckend: Johanna-Julia Spitzer fliegend an Seilen – bleiben im Gedächtnis...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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